Der diskrete Charme des Stalinismus: Die Axt liest Hacks

07.01.16, 20:30 Uhr, Café la victoria (Bornheimerstr. 57, 53119 Bonn)

Peter Hacks zog 1955 von München in die Hauptstadt der DDR und starb 2003 in der Hauptstadt der BRD. Er ist bekannt als Dramatiker, Verfasser von Kinderbüchern und Dichter. Und er war Kommunist. Von seinen Gedichten werden die zur »großen Schreckenswende« (Hacks) vorgetragen.
Wie es zu dieser kam? »Jeder, außer der ›jungen Welt‹, weiß, dass der Niedergang mit Stalins Tod begann«, sagte Hacks im Interview mit selbiger Zeitung. Es geht mit Witz und wütender Zuversicht um den Weltkommunismus, Stalin, Ulbricht, die Mauer, die erwähnte Schreckenswende und die Wendehälse, Verräter, einen Appell für die Neuausstattung des Leninplatzes, die Jetztzeit, Denkmäler und Gedenkstätten der Sozialisten und – die Liebe. Denn: »Die Liebe und die Sowjetmacht / sind nur mitsammen darstellbar.« Im Anschluss keine Diskussion, aber Versteigerung eines Walter-Ulbricht-Andenkens.

7. Januar 2016, ab 20:30 Uhr
Café la victoria (Bornheimerstr 57, 53119 Bonn)

Die AXT