Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte von Nachhaltigkeit schweigen (Vortrag & Diskussion)

Montag, 18.04.16, 20:00 Uhr, Hörsaal 8

Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte von Nachhaltigkeit schweigen

Vortrag von und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann
flyer_krit_pol_frontAlle sind für Umweltschutz, aber die Müllberge werden immer größer. Alle sind für soziale Gerechtigkeit, aber Kinder- und Altersarmut nehmen zu. Alle wünschen sich mehr freie Zeit zum Leben, aber müssen immer mehr und länger arbeiten. Niemand will die Krise, aber keiner kriegt sie in den Griff. Es mangelt nicht an gutem Willen, dieser verhängnisvollen Dynamik etwas entgegen zu setzen. Doch immer wieder stoßen entsprechende Initiativen an unüberwindlich scheinende Grenzen. Wunsch und Wirklichkeit in dieser Gesellschaft gehen oft so weit auseinander, dass sich die Frage nach ihren grundsätzlichen Konstruktionsfehlern aufdrängt. Diese liegen in einem Wirtschaftssystem, das nur funktionieren kann, wenn es buchstäblich die ganze Welt seinen Zielen Wachstum, Arbeit und Profit unterwirft. Gegen den Kapitalismus sind viele. Aber haben sie auch etwas von dem verstanden, das diesem -Ismus den Namen gibt – vom Kapital? Der Referent beleuchtet grundlegende Funktionsweisen des Kapital-ismus und wirft dabei auch einen kritischen Blick auf oberflächliche Formen eines nur vermeintlichen „Antikapitalismus“ sowie auf gut gemeinte „Alternativvorschläge“, die regelmäßig an der Funktionsweise „unserer Wirtschaft“ scheitern. Will man eine bessere Welt schaffen, muss man erst einmal verstehen, wie die jetzige tickt.

Lothar Galow-Bergemann war langjähriger Personalrat in zwei Großkliniken und schreibt u.a. in Jungle World, konkret und auf emafrie.de.

Weitere Veranstaltungen in der Veranstaltungsreihe:
3. Mai: Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie (Ingo Elbe)https://www.facebook.com/events/259473067722262/
24. Mai: Von Marx zur Kritischen Theorie (Rote Ruhr Uni)https://www.facebook.com/events/941340112639785/

Eine Veranstaltung des Referats für politische Bildung des AStA der Universität Bonn und der Emanzipatorischen Antifa Bonn (EAB).

Der Eintritt ist wie immer frei.