Der faschistische Stil (Vortrag & Diskussion)

Montag, 16.05.16, 20:00 Uhr, Le Sabot (Breite Str. 76, 53111 Bonn)

Der faschistische Stil

Zur der Ideologie und den Strategien der Neuen Rechten

flyer_stil_vorderseiteVortrag und Diskussion mit Matheus Hagedorny (Leipzig/Berlin)

Mit PEGIDA und dem Aufstieg des völkischen „Flügels“ der AfD steht die Neue Rechte wieder in Rede. Tatsächlich ist die Neue Rechte ein theoretischer und praktischer Katalysator rechtsnationalistischer Politik. Das lässt sich etwa an dem langjährigen intimen Verhältnis aufzeigen, das etwa die Architekten des „Flügels“, die AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke (Thüringen) und André Poggenburg (Sachsen-Anhalt), zu dem bekanntesten neurechten Aktivisten, Götz Kubitschek, unterhalten.

Dessen Rittergut Schnellroda bei Leipzig ist innerhalb von fünfzehn Jahren zum mythologisch verklärten Anziehungspunkt der Neuen Rechten geworden, wo ein prosperierender Kleinverlag, eine tonangebende Zeitschrift und ein Institut zur Kaderschulung zusammenwirken. „Schnellroda“, unter Rechten zum Ausdruck geronnen, inspiriert ein wachsendes Milieu. Dabei sind die Kubitscheks und Höckes keineswegs originelle Denker und Strategen, sondern orientieren sich in ihrem Denken an altbekannten Vorbildern.

Die gegenwärtigen Themen der Neuen Rechten, zuvorderst Rassismus gegen Flüchtlinge, aber auch Antifeminismus und Geschichtsrevisionismus, sind nur Erscheinungsformen einer prinzipiellen Ablehnung der als „liberal“ gescholtenen bürgerlich-demokratischen Verhältnisse. Im Vortrag soll dies anhand einiger klassischer Autoren der Neuen Rechten, etwa Armin Mohler und Carl Schmitt, sowie mittels einiger aktueller Veröffentlichungen aus den szeneeigenen Verlagen und Zeitschriften aufgezeigt werden.

Matheus Hagedorny lebt und arbeitet in Leipzig und Berlin und schrieb zuletzt für die Wochenzeitung Jungle World über die „rechtsintellektuelle“ Szene.

Eine Veranstaltung des Referats für politische Bildung des AStA der Universität Bonn und der Emanzipatorischen Antifa Bonn (EAB).

Der Eintritt ist wie immer frei.